Sie befinden sich hier: Home / Forschung / Food Systems / Abgeschlossene Projekte / Innovazid

INNOVAZID - Innovative Dienstleistungskonzepte im Pflanzenschutz

Auftraggeber: Zukunftsfonds des Landes Steiermark

Partner: Institut für Innovations- und Umweltmanagement - Karl-Franzens-Universität Graz; Pflanzenschutzerferat der Landwirtschaftskammer Steiermark; Weingut Sattlerhof

Laufzeit: 2003-2004

Inhalt: Die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel (PSM) in der Landwirtschaft wird aufgrund deren nachteiliger Wirkungen auf Mensch und Naturhaushalt kritisch diskutiert. Programme für eine nachhaltige Landwirtschaft und der vorsorgende Verbraucherschutz fordern, die mit der Anwendung von Pflanzenschutzmittel verbundenen Risiken weiter zu reduzieren. Anwendungsmengen sollen etwa auf das notwendige Maß begrenzt, die Anwendung selbst transparenter gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob nicht Aufgaben des Pflanzenschutzes (PS) – gemeint sind dabei die Schadensbeobachtung und –diagnose sowie insbesondere die Ausbringung der PSM – unter bestimmten Bedingungen als eine externe, aber zugleich öko-effiziente Dienstleistung ausgelagert werden können. So setzt der Verzicht auf Pflanzenschutzgeräte Mittel frei, umgekehrt werden PS-Maßnahmen mit modernen Geräten und Spezialwissen erbracht. Unter dem Strich sollte dies zu einer nachhaltigeren Gestaltung des PS beitragen.

Im Projekt wurde in Erfahrung gebracht, wieweit PS-Maßnahmen in der Steiermark als Dienstleistung erbracht werden und wie sich ein Markt für derartige Dienstleistungen entwickeln könnte. Dazu wurden Landwirte in den Bereichen Obst-, Wein- und Ackerbau interviewt und mit PS-ExpertInnen Gespräche geführt. Es zeigt sich, das im steirischen Landbau die Applikation von PSM überbetrieblich bereits jetzt fallweise ausgelagert wird. Damit ist aber in der noch keine Spezialisierung der Dienstleistung verbunden, d.h. in der Regel verzichten die Landwirte nicht auf den Besitz eines eigenen PS-Gerätes bzw. trägt die Dienstleistung keinen signifikanten Teil zum Einkommen des Erbringers der Dienstleistung - in der Regel ebenfalls ein Landwirt – bei. Gleichzeitig wurden aber sowohl in der Steiermark als auch in anderen Bundesländern Praxisbeispiele recherchiert, bei denen der Dienstleistungscharakter bereits stärker ausgeprägt ist. In einem Folgeprojekt (Ser-Vino) wird nunmehr versucht, konkrete Anwendungen des Dienstleistungskonzeptes in der steirischen Weinbauregion voranzutreiben.

Kontakt: Angelika Tisch

Food Expertise